Alaa Eldin Atalla frisch gebackener Cheftrainer der ERSTEN und seit heute vierfacher Familienvater

Das Interview mit dem frisch gebackenen Coach Alaa Eldin „Bully“‚Atalla
(Die Fragen erreichten ihn auf dem Weg zum Kreißsaal. Die Familie erwartete Zwillinge.)

JR: Hallo Bully! Seit Sommer 2020 bist du beim SV 08 Laufenburg als Trainer tätig. Wo hat deine Fußballer/Trainerkarriere denn eigentlich begonnen?

AEA: Meine Jugend habe ich beim VfB Waldshut mit einem Intermezzo beim SV Dogern verbracht. Aktiv habe ich dann ebenfalls für meinen damaligen Heimatverein VfB Waldshut gespielt, war 8 Jahre beim SV Dogern bevor ich dann nach 4 Jahren, mit bereits 30 Jahren, beim SV Buch meine Fussballkarriere beendet habe. Dort habe ich dann während meiner Ausbildung zur Trainerlizenz UEFA B-Lizenz 2017 die 2.Mannschaft trainiert, bin über den SV Eschbach zum SV 08 Laufenburg gekommen. In meiner Jugend- und Aktivzeit durfte ich einige Trainerpersönlichkeiten kennenlernen, die mich beeindruckt und mich dazu bewegt haben, auch Trainer zu werden. (Hansjörg Rotzinger, Giuseppe Pavano, Kürsat Ortancioglu)

JR: Alaa Eldin Atalla! Ein in unseren Breitengraden nicht sehr geläufiger Name. Woher stammen deine Vorfahren und wie kamst du zu dem Spitznamen „Bully“?

AEA: Das ist richtig – in meinem Bekanntenkreis ist mein Spitzname auch mein Rufname – eigentlich ruft mich nur meine Frau mit dem Namen Alaa Eldin. Den Ursprung meines Namens liegt in der Herkunft meines Vaters – er ist aus Ägypten. Meine Mutter ist, wie meine Geschwister und ich in Deutschland geboren und aufgewachsen. Eigentlich finde ich es noch cool, einen aussergewöhnlichen Namen zu haben….

JR: Vergangene Saison bist du mit der 2. Mannschaft Meister der Kreisliga A geworden und in die Bezirksliga aufgestiegen. Letzen Sonntag hast du mit dem Team nach Wochen der Vorbereitung das letzte Testspiel bestritten. Danach habt ihr dem Team bekannt gegeben, dass du zum Cheftrainer der 1. Mannschaft befördert wurdest und du ab sofort das Training des Landesliga-Teams leiten wirst. Wie hat die Mannschaft diese Nachricht aufgenommen.

AEA: Es war klar, dass die Mannschaft enttäuscht ist, da wir letztes Jahr viele Höhen und Tiefen miteinander durchgemacht haben. Der Zeitpunkt ist ja für alle Beteiligten auch ein sehr ungünstiger. Trotzdem war für mich, als ehrgeiziger Trainer, diese Chance einmalig. In meiner Entscheidungsfindung war die zukünftige Trainerkonstellation 2. Mannschaft ein wichtiger Faktor, da wir gemeinsam etwas aufgebaut haben und mir die Mannschaft sehr am Herzen liegt. Hier wurde, aus meiner Sicht, mit einer ebenfalls internen Besetzung eine sehr gute Lösung gefunden. Ich wünsche Thomas Scherzinger, der 2.Mannschaft und Christoph „Clint“ Mathis alles Gute und den maximalen Erfolg !

JR: Wie überraschend kam für dich die Anfrage und wie lange musstest du bis zu deiner Zustimmung überlegen ?
AEA: Im ersten Moment ja – im zweiten dann nicht. Nachdem die Interimslösung mit Dietmar Knab fixiert wurde, habe ich nicht damit gerechnet, weil die Wichtigkeit des Klassenerhalts in der Bezirksliga sehr hohe Priorität im Verein geniesst. Dem Verein ist aber nicht entgangen, was in der zweiten Mannschaft entstanden ist. Im Abbruchjahr 2019 stand die 2. Mannschaft auf dem vierletzten Platz, der gerade noch zum Klassenerhalt gereicht hatte. 2022 sind wir gemeinsam in die Bezirksliga aufgestiegen. Zeit zum Überlegen gab es ja aufgrund der Situation nicht viel.

JR: In der Winterpause hattest du bekannt gegeben, dass du als Trainer der 2. Mannschaft nicht mehr zur Verfügung stehen wirst. Dann hast du ich aber doch noch mal dazu entschieden dien Arbeit fortzusetzen. Was hat dich zu diesen Entscheidungen bewegt?

AEA: Ja, diesen Fehler muss ich mir eingestehen. Ich habe zu einem falschen Zeitpunk eine falsche Entscheidung getroffen, die sehr privat beeinflusst war. Viele äussere Einflüsse haben hier auf mich gewirkt und mich zu dieser Entscheidung bewegt. Ich danke aber hier der 2. Mannschaft und dem Verein, dass ich diesen Fehler korrigieren konnte – das war zum damaligen Zeitpunkt nicht selbstverständlich!

JR: Nun bist du also Landesliga-Trainer, bist zweifacher Familienvater und ihr erwartet, wie ich hörte, täglich/stündlich Zwillinge. Wie bekommst du das alles unter einen Hut?

AEA: Seit 15:30 Uhr, ist es tatsächlich so, dass ich vierfacher Familienvater bin. Meine Frau und die Zwillinge sind wohlauf und ich freue mich riesig darüber. Meine Frau und ich sind ein super Team und ich weiss, dass ich, ohne Sie, das alles nicht machen könnte – und sie ist insgeheim mein treuester Fan…😉

JR: Da gratuliere ich erst mal sehr herzlich! Jungs oder Mädchen?

AEA: Beides ein Junge und ein Mädchen Alara und Jaron.

JR: jetzt habt ihr also eine Tochter und drei Söhne. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!

AEA: Danke

JR: Am Dienstag hast du erstmals das Training der 1. Mannschaft geleitet. Wie war`s ?

AEA: Die Mentalität der Mannschaft war spürbar – das hat mich sehr imponiert. Nach einem sehr intensivem Training konnte ich noch einige Einzelgespräche mit Spielern führen, die mir alle das Gefühl gegeben haben, dass ich sofort Teil der Mannschaft bin !

JR: Die Vereinsführung hat für beide Aktivmannschaften ein Ziel ausgegeben. Nach dem Minim alziel Klassenerhalt ist von Platz 10 im Falle der 2. Mannschaft und ein Platz von 4-1 im Falle der ERSTEN die Rede! Einverstanden?

AEA: Dazu bleibt mir nicht viel zu sagen – da gehe ich zu 100 % mit!

JR: Wird es Veränderungen im Spielsystem geben bzw. gibt es etwas was du mit Sicherheit ändern wirst?

AEA: Dafür ist es noch zu früh – ich möchte mit der Mannschaft kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele definieren, an denen wir gemeinsam arbeiten wollen.

JR: Am Sonntag sitzt du (es sei denn die Zwillinge kommen) in Au-Wittnau zum ersten Male auf der Trainerbank. Wie sieht es personell aus?

AEA: Ich werde definitiv am Sonntag in Au-Wittnau dabei sein ! Da es Mitte August ist, gibt es noch einige Urlaubsabwesenheiten, die wir kompensieren müssen – aber das zum Glück auch können !

JR: Erstes Landesligaspiel als Trainer und seit heute vierfacher Familienvater. Das könnte noch stressig werden.

AEA: Ich liebe Veränderungen und bin immer parat, wenn es darauf ankommt ! Da es Sonntag darauf ankommt, werde ich parat sein ! Für mich ist meine Familie und Fussball das Schönste, was man haben kann. Daher ist es für mich kein Stress !

Vielen Dank für das Interview 

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