Als der SV 08 vor 45 Jahren mit dem SC Freiburg und dem FFC noch in einer Liga spielte und sich zwei Spieltage vor Schluss nochmals vehement gegen den Abstieg stemmte

Die Siebzigerjahre zählen zweifelsohne zur den bislang erfolgreichsten Jahren in der Geschichte unseres Vereins. Woche für Woche strömten bis zu 2000 Zuschauer (im Durchschnitt  waren es 980 Besucher) aus der gesamten Region und der Schweiz ins Waldstadion, um die Spiele des SV 08 gegen so renommierte Clubs wie Freiburger FC, SC Freiburg, FC 08 Villingen, Bahlinger SC, FC Konstanz , FC Rastatt oder SC Baden-Baden zu verfolgen.

Aufgenommen am 13. Mai 1973 nach 1:0 Sieg beim FC Freiburg-St. Georgen

Hintere Reihe von links:
Roland Böh­ler, Erich Hönig, Gerhard Rudigier, Roland Hebenstreit, Gerd Oeschger, Werner Oeschger, Matthias Bierer,

Vordere Reihe von links:
Bernd Scheible, Karl-Franz Eckmann, Siegfried Schwab, Klaus Rudigier, Jürgen Umminger, Miroslav Suty.

Am 13. Mai 1973 war der 1. Mannschaft (Foto oben), nur 2 Jahre nach ihrem Aufstieg in die 2. Amateurliga, der Aufstieg in die 1. Amateurliga gelungen. Die 1. Amateurliga war in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Einführung der Amateur-Oberligen in den 1970er Jahren die Bezeichnung der höchsten Amateurklasse in den süddeutschen und südwestdeutschen Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes. Über den 1. Amateurligen gab es bis 1973 nur noch die Regionalligen und die Bundesliga, nach Abschaffung der Regionalligen im Jahr 1974 nur noch die neu geschaffenen eingleisige 2. Bundesliga und die Bundesliga.

Und fortan war der SV 08 wöchentlich mit Ergebnis und Tabelle in den Montagsausgaben des KICKER Sportmagazins vertreten.

Zuschauerkulisse an einem ganz normalen Spieltag der Saison 1974/1975

Waren es in der Saison 1973/1974 noch 16 Mannschaften die der 1. Amateurliga angehörten, startete die Liga nach Abschaffung der Regionalliga und Einführung der 2. Bundesliga 1974/1975 mit 20 Teams in die neue Runde. Eine neue Ligastruktur, die auch mit einem erhöhten Abstieg verbunden war.

Nach dem Klassenerhalt in der Spielzeit 1973/1974 stand der SV 08 vor seiner wohl schwierigsten Saison. Fünf Mannschaften galt es zum Ende der Spielzeit in der Tabelle hinter sich zu bringen. Und so endete die Saison dann mit zwei dramatischen letzten Begegnungen gegen die beiden Traditionsclubs aus Freiburg.

Die Chance den Abstieg doch noch zu verhindern setzte einen  Sieg im letzten Spiel gegen den SC Freiburg, der selbst noch Aufstiegschancen hatte, voraus. Doch selbst mit einem Sieg wäre der SV 08 nur im Falle eines Aufstiegs des Meisters in die 2. Bundesliga vom Abstieg verschont geblieben.

Heute vor 45 Jahren 
Der letzte Spieltag am Sonntag, dem 11. Mai 1975

war dann auch der letzte Auftritt des SV 08 Laufenburg in Südbadens höchster Amateurklasse. Torhüter Klaus Rudigier unterlief, dem Spielbericht des SÜDKURIER zufolge, nach überragender Leistung im vorletzten Spiel beim Freiburger FC in diesem letzten Saisonspiel ein „krasser Torwartfehler“ der dem SC Freiburg nach Auslassen zahlreicher eigener Tormöglichkeiten einen schmeichelhaften 1:0 Sieg bescherte. Doch auch ein Sieg hätte nichts geändert, denn der Klassenerhalt wäre nur dann noch zu vermeiden gewesen, wäre der Meister aufgestiegen.

Meister wurde der Offenburger FV vor dem punktgleichen SC Freiburg.  In der Aufstiegsrunde zur neu geschaffenen 2. Bundesliga gewann der Offenburger FV zwar zweimal gegen den VfR Aalen, die nach der Hinspiel-Niederlage geglückte Revanche im Rückspiel gegen den VfB Eppingen, änderte aber nach zwei Niederlagen gegen den SSV Reutlingen nichts mehr am Aufstieg des SSV.

Somit mussten fünf Mannschaften, darunter der SV 08 als Viertletzter, aus der 1. Amateurliga in die 2. Amateurliga absteigen.

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