Die Siebzigerjahre in der 1. und 2. Amateurliga

Aus dem Jahre 1970 verdienen folgende Ereignisse besondere Erwähnung

Da ist zuerst die traurige Nachricht über das Ableben des hoch verdienten Ehren­mitgliedes Wilhelm Liepe. Er war es, der wie anfangs bereits erwähnt mit ein paar Gleichgesinnten den SV 08 nach den Kriegswirren 1947 wieder neu gründete.

Viele Jahre hindurch bekleidete er die Ämter des 1. und 2. Vorsitzenden und letzt­endlich war er lange Jahre hindurch Spielausschussvorsitzender. Bereits 1950 wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Äußeres Zeichen für seine Ver­dienste um den SV 08 war die Verleihung der goldenen Ehrennadel des Vereins.

Darüber hinaus erhielt er für seine Verdienste um den Fußballsport die silberne Ehrennadel des Südbadischen Fußballverbandes. Beim SV 08 aber erhielt er – und damit ist er bereits in die Vereinsgeschichte eingegangen – den alles aussagenden Ehrentitel: „Vater Liepe“!

Gründung Damen-Fußballmannschaft

In dieses Jahr fiel aber, nachdem der DFB dem Damenfußball Grünes Licht gegeben hatte, auch die Gründung einer SV 08 Damenfußballmannschaft . Spielerinnen einer Grümpelmannschaft (E-Albrecht , I. Becker, I. Schüssler) sprachen die Vorstandschaft an und schon kurze Zeit später wurde die Mannschaft dem Verband gemeldet. 1970 trug man noch Freundschaftsspiele aus, doch schon 1971 folgte die erste Punkterunde. Im Endspiel siegte man gegen den TuS Stetten mit 1:0 und holte sich auf Anhieb die Oberrhein-Meisterschaft.

Unter Trainer Karl-Franz Eckmann und Betreuer Hans Hebenstreit lief damals folgende Mannschaft auf:

I. Schüssler, G. Rüd, (R. Hut), I. Becker, H. Gottstein, U. Zimmermann, B. Büchel, E. Kaiser, H. Titz, E. Albrecht, M. Rösch, M. Matt, I. Leber.

Weitere Spielerinnen der ersten Stunde: R. Himmelreich, D. Leber, I. Thoma

In der Saison 1971/72 holte sich das Damenteam die Vizemeisterschaft, doch schon 1972/73 lag man wieder ganz vorne in der Tabelle. Die Oberrheinmeisterschaft berechtigte zur Teilnahme am Endspiel um die Südbadische Meisterschaft. Gegner war die SpVgg Wiehre. Die SV 08 Damen gewannen das Finale mit 2:1 und sicherten sich damit den  Titel des Südbadischen Meisters.

Im Finale spielten I. Schüssler, I. Becker, H. Gottstein, I. Thoma, (I. Wassmer) G. Sackner, U. Zimmermann, B. Büchel, E. Kaiser, H. Titz, E. Albrecht und M. Rösch

 

Saison 1970/71 Aufstieg in die 2. Amateurliga
A-Klassen-Meisterfoto Mai 1971 

Mit einem 6:3 Erfolg beim VfB Waldshut sicherte sich der SV 08 am 1. Mai 1971 unter Trainer Martin Reisle bereits fünf Spieltage vor Schluss, an gleicher Stelle an der man 1968 im Endspiel gegen den VfR Rheinfelden noch gescheitert war, die A-Klassen-Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 2. Amateurliga! Das war bis dahin sicher der größte Erfolg des Vereins.

Hinterer Reihe von links:
Präsident Walter Grimm, 2. Vorstand Hans Hebenstreit, Paul Georg Djuga, Roland Wasmer, Klaus Rudigier, Gerhard Rudigier, Martin Schadenberger, Bernd Scheible, Mannschaftsbetreuer Rudolf Bierer, 1. Vorstand Wolfgang Wittmann, Trainer Martin Reisle

Vordere Reihe von links:
Werner Oeschger, Matthias Bierer, Karl Franz Eckmann, Roland Hebenstreit, Gerd Oeschger, Günter Rudigier, Siegfried Schwab

 

Saison 1971/72 – 2. Amateurliga

Der Aufsteiger SV 08 schlug sich gleich in seiner ersten 2. Amateurliga-Saison hervorragend. Mit vier Punkten Rückstand hinter Meister Alemannia Zähringen beendete der SV 08 die Runde als Vizemeister. Am 8. Spieltag lagen die Nullachter wie aus nachfolgende Tabelle ersichtlich ist, sogar noch ganz vorne an der Spitze.

 

Saison 1972/73 Aufstieg in die 1. Amateurliga

Nach einem nur zweijährigen Gastspiel in der 2. Amateurliga gelang dann der fast unglaubliche Aufstieg in die 1. Amateurliga, der damals höchsten Amateur-Spielklasse (nach Bundesliga und Regionalliga damals die dritthöchste deutsche Spielklasse). Dieser kometenhafte Aufstieg kann zweifelsfrei als größter Erfolg in der Vereinsgeschichte bezeichnet werden!

Hinter Reihe von links:
Roland Böh­ler, Erich Hönig, Gerhard Rudigier, Roland Hebenstreit, Gerd Oeschger, Werner Oeschger, Matthias Bierer,

Vordere Reihe von links:
Bernd Scheible, Karl-Franz Eckmann, Siegfried Schwab, Klaus Rudigier, Jürgen Umminger, Miroslav Suty.

Foto der 1. Mannschaft, die sich am 13. Mai 1973 auswärts beim FC Freiburg-St. Georgen die Meisterschaft in der 2. Amateurliga und den Aufstieg in die 1. Amateurliga sicherte. Im Waldstadion gastierten fortan Mannschaften wie SC Freiburg, SC Baden.-Baden, Freiburger FC, FC Rastatt, FC 08 Villingen etc.

Saison 1973 bis 1975

Mit dieser Mannschaft ging der SV 08 Laufenburg in seine erstes Jahr in der 1. Amateurliga

Hintere Reihe von links:
Roland Wasmer, Wolfgang Jassok, Gerhard Rudigier, Jürgen Umminger, Günter Jassok, Beerli, Klaus Rudigier, Peter Bursa, Werner Oeschger,

 Vordere Reihe von links:
Bernd Scheible, Miroslay Suty, Roland Hebenstreit, Thomas Bayer, Erich Hönig, Karl Frank Eckmann

Zuschauerzahlen bis zu 2000 waren keine Seltenheit. Im Schnitt durfte sich der Hauptkassierer über 980 zahlende Zuschauer pro Heimspiel freuen.

Abstieg in die 2. Amateurliga 1975

Nach zwei außergewöhnlichen Jahren in der höchsten Amateurklasse musste der SV 08 allein auf Grund eines erhöhten Abstiegs als Viertletzter wieder in die 2. Amateurliga zurück, die ab der Saison 1978/79 Landesliga heißt, der der SV 08 dann weitere 16 Jahre mit all seinen Höhen und Tiefen angehörte.

Die Anstrengungen in dieser Zeit galten vorrangig dem Umbau des bestehenden Hartplatzes in ein Rasenspielfeld. Im Dezember 1987 / Januar 1988 wurde mit der Abholzung des Waldes im Bereich der nach Osten erweiterten Fläche des Waldstadion begonnen. Östlich des Hauptspielfeldes entstand ein neuer Hartplatz sowie ein Rasen-Kleinspielfeld. Am 05. Mai 1988 rollten dann endlich die Baumaschinen an, um den Umbau des Stadions in Angriff zu nehmen.

Das erste Spiel auf dem neuen Hartplatz konnte im Juli 1989 ausgetragen werden. Bis zur ersten Begegnung auf dem neuen Rasen mussten sich die Nullachter bis zum 13. Oktober 1990 gedulden. Das Vergnügen dort erstmals auflaufen zu dürfen, blieb der 1. Mannschaft vorbehalten, die sich dafür mit einem 4:1 Erfolg im Landesliga-Hochrheinderby gegen den FC 08 Tiengen bedankte. Vor dem Spiel fand in kleinem Rahmen eine Freigabefeier statt, während der auch die ganz besonderen Verdienste des langjährigen Schatzmeisters des SV 08, Erich Ekert, besonders hervorgehoben wurden.

Die offizielle Einweihung des neue Stadions erfolgte dann aber vom 29. Juni bis zum 04. Juli 1991. Höhepunkt war das Spiel der 1. Mannschaft des SV 08 gegen die Uwe Seeler Elf.

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