
Offenbar immer mehr Fußball-Verbände halten es für gerechter in der Aufstiegsfrage auch die Zweitplatzierten zu berücksichtigen. Wie schon beim Schleswig-Holsteinischen und anderen Verbänden, hat man sich nun auch in Hessen, der Spielordnung entsprechend dazu entschieden, auch dem besten Zweitplatzierten den Aufstieg in die nächst höhere Klasse zu ermöglichen.
Hier ein Auszug des Berichts auf op-online.de
Der Vorstand des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) hat in seiner Sitzung am Samstag den Weg für weitere Aufsteiger geebnet. Sollte die aktuell wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte Saison am 20. Juni beim virtuellen außerordentlichen Verbandstag erwartungsgemäß zum 30. Juni abgebrochen werden, dürfen laut der HFV-Empfehlung an die Delegierten neben den direkten Aufsteigern auch Relegationsteilnehmer jubeln.
SC 1960 Hanau kann Aufstieg abhaken
Absteiger soll es wie bereits vor zwei Wochen kommuniziert keine geben. Lange Gesichter gibt es aufgrund der jüngsten Entwicklung trotzdem, denn bei Relegationen mit mehreren qualifizierten Teilnehmern und Aufstiegsrunden erhielte nur das nach der Quotienten-Regelung bestplatzierte Team ein Aufstiegsticket in den Händen. Leidtragende sind unter anderem die Fußballer desSC 1960 Hanau, die als Tabellenzweiter der Verbandsliga Süd den schlechtesten Punkteabschnitt aufweisen.
Aufsteiger in die Gruppenliga Frankfurt Ost wäre der Büdinger Kreisvertreter FC Alemannia Gedern, der einen besseren Punkteschnitt als die übrigen Kreisoberliga-Vizemeister Ayyildizspor Wächtersbach (Gelnhausen), FSV Bischofsheim (Hanau) und Teutonia Hausen (Offenbach) aufweist. Auf der Hanauer Kreisebene dürften die Spvgg. Hüttengesäß (Aufstieg in die Kreisoberliga), Eintracht Oberissigheim II (Aufstieg in die Kreisliga A) und der TSV Niederissigheim II (Aufstieg in die Kreisliga B) jubeln.
Rechtliche Würdigung
Grundlage für die empfohlene Regelung ist, dass der HFV in der HFV-Rechtsordnung, insbesondere in der HFV-Spielordnung regelt, welche Vereine sich sportlich für den Spielbetrieb der jeweiligen Ligawettbewerbe qualifizieren können. Im Einzelfall werden dazu Entscheidungs-, Relegations- und Aufstiegsspiele oder eine Qualifikationsrunde durchgeführt. Diesbezüglich wurde zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem sich das Präsidium intensiv beschäftigte.
Empfehlung
Der Verbandsvorstand empfiehlt den Delegierten des außerordentlichen Verbandstages im Rahmen der Abstimmung über Fortführung oder Beendigung der vom HFV organisierten Meisterschaftswettbewerbe einschließlich aller Qualifikationsspiele, des Ü-Bereichs und Futsal-Ligaspielbetriebs, sowie der vom Verband in Spielrunden organisierten Spiele, der Spielzeit 2019/2020 im Herren-, Frauen- und Jugendbereich, für die Beendigung der Spielzeit zum 30.06.2020 zu votieren.
