Warum der 1. Mai 1971 in die Vereinsgeschichte einging – Fans, Spieler und Funktionäre erinnern sich an einen ganz besonderen Tag der sich morgen zum 50. Male jährt

Paul Georg Djuga teilt nach Veröffentlichung dieses Artikels zur Frage der Torschützen mit herzlichen Grüßen an alle die ihn noch kennen, ergänzend mit:
Meiner Erinnerung nach Charly Eckmann 2, Paul Djuga 2, Martin Schadenberger und Roland Hebenstreit je 1 Tor. 

Die lange Vereinsgeschichte des SV 08 bietet naturgemäß zahlreiche Gelegenheiten, auf ganz besondere, richtungsweisende Tage oder Ereignisse zurückzublicken. Eines dieser Ereignisse jährt sich morgen am 1. Mai 2021 zum 50. Male.

Es war der 25. Spieltag der A-Klasse Hochrhein, der auf Samstag, den 1. Mai 1971 fiel. Der SV 08 war Tabellenführer und benötigte im Auswärtsspiel beim Vorjahres-Vizemeister VfB Waldshut noch einen Punkt, um die Meisterschaft in trockene Tücher zu bringen. Zahlreiche Fans verbanden den Besuch dieses Spiels mit ihrer Maitour und machten sich an diesem denkwürdigen Tag, ausgerüstet mit schwarz-weißen Fahnen und Transparenten auf den Weg nach Waldshut, um in der Schmittenau diese für den SV 08 so bedeutsame Begegnung zu verfolgen. Immerhin ging es in diesem Spiel für die Nullachter darum, künftig erstmals in der Vereinsgeschichte in der II. Amateurliga überbezirklich zu spielen.

Daran, dass sich der „Schwarze Sonntag von Jestetten“, drei Jahre zuvor, als dem SV 08 im letzten Spiel ebenfalls noch ein Punkt zum Aufstieg fehlte, die bereits bestellte Stadtmusik dann aber nach überraschender Niederlage beim Tabellenletzten wieder unverrichteter Dinge nach Hause geschickt werden musste, wiederholen könnte, wollte niemand wirklich glauben. Das von den Fans mitgeführte Transparent ließ jedenfalls den Schluss zu, dass die Zuversicht im Lager des SV 08 vor dem Anstoß recht groß war, dass der Aufstieg diesmal auch wirklich gelingen würde.

In der Bildmitte der heutige Ehrenpräsident Kurt Grieshaber, damals Jugend- und AH-Leiter, daneben Siegfried Bliestle und Franz Schäuble
Im Hintergrund mit dem Plakat Rudolf Kölble und Harald Erlemann sowie Helmut Griner
„Im vierten Anlauf ist`s gelungen, die Meisterschaft die ist errungen“
so war es auf dem Plakat zu lesen.

Und tatsächlich war man in den vergangenen vier Jahren immer nahe dran, das große Ziel II. Amateurliga zu erreichen. Sehr schmerzhaft war vor allem das eben erwähnte Scheitern im Jubiläumsjahr 1968, als aufgrund der legendären Niederlage im letzten Saisonspiel beim Tabellenletzten SV Jestetten, 3 Tage vor dem Festbankett des 60jährigen Jubiläums, noch ein Entscheidungsspiel gegen den VfR Rheinfelden ausgetragen werden musste, in dem der SV 08 dem VfR vor 4500 Zuschauern mit 4:0 Toren unterlag. Einer der damaligen Spieler nannte erst dieser Tage den Grund der hohen Niederalge gegen den VfR, den man wenige Wochen zuvor noch mit 2:1 besiegt hatte. Das Jubiläum soll Schuld gewesen sein. Präziser ausgedrückt habe einigen Mitspielern die Unterstützung beim Aufbau des Festzeltes am Tag zuvor oder gar noch am Spieltag nicht sehr gut getan.

Das Finale fand übrigens an gleicher Stelle statt, an der die Nullachter dann 3 Jahre später die Meisterschaft endlich perfekt machen konnten. Und damit wieder zurück zum 1. Mai des Jahres 1971.

Rund 1000, in der Mehrzahl Laufenburger Zuschauer, sahen in der Waldshuter Schmittenau einen viel versprechenden Auftakt der Schwarz-Weißen, die bald mit 1:0 in Führung gingen. Der VfB Waldshut machte das Spiel in der Folge nach ihrem Treffer zum 1:1 durch den Ex Zweitliga Spieler des Freiburger FC, Rudi Haas, zwar nochmals spannend, doch noch vor der Halbzeit stellte der SV 08 den alten Abstand wieder her.

Im 2. Spielabschnitt zog der Tabellenführer dann auf 1:4 davon. Die Gastgeber kamen recht überraschend nochmals auf 2:4 heran, wodurch sich das Team von Martin Reisle aber nicht von seiner Linie abbringen ließ und folglich noch einmal alles daran setzte, nicht nur das Spiel, sondern auch die Meisterschaft vorzeitig für sich zu entscheiden. Bald stand es dann auch wieder  2:5 und als Karl-Franz Eckmann (die weiteren Torschützen des Spiels sind leider nicht mehr bekannt) einen Foulelfmeter zum 2:6 verwandelte war das Spiel längst gelaufen, der Aufstieg in die 2. Amateurliga perfekt.

Und so war die Mannschaft aufgestellt:

Klaus Rudigier, Roland Wasmer, Bernd Scheible, Martin Schadenberger, Werner Oeschger, Matthias Bierer, Siegfried Schwab, Paul Djuga, Gerhard Rudigier, Roland Hebenstreit, Karl-Franz Eckmann, Gerd Oeschger, Günter Rudigier. (Trainer: Martin Reisle)

Hintere Reihe von links
Präsident Walter Grimm, 2. Vorstand Hans Hebenstreit, Paul Georg Djuga, Roland Wasmer, Klaus Rudigier, Gerhard Rudigier, Martin Schadenberger, Bernd Scheible,
Mannschaftsbetreuer Rudolf Bierer, 1. Vorstand Wolfgang Wittmann, Trainer Martin Reisle

Vordere Reihe von links
Werner Oeschger, Mathias Bierer, Karl Franz Eckmann, Roland Hebenstreit, Gerd Oeschger, Günter Rudigier, Siegfried Schwab

An diesem 1. Mai vor 50 Jahren nahm die Erfolgsgeschichte des SV 08, die im Grunde schon 1966 begann, als zahlreichen Talenten aus der eigenen Jugend der direkte Sprung in die 1. Mannschaft gelungen war und mit dem jungen Team auf Anhieb die B-Klassenmeisterschaft errungen werden konnte, erst so richtig Fahrt auf. Dem SV 08 war ein ganz bedeutender Schritt gelungen, denn fortan spielten die Schwarz-Weißen mit Ausnahme von zwei Unterbrechungen (vier Spielzeiten Bezirksliga 2009 bis 2013 und zwei Spielzeiten Bezirksliga 2017 – 2019) bis heute über eine Dauer von fünf Jahrzehnten hinweg überbezirklich, wobei der Abstieg 2009 aufgrund eines sehr umstrittenen 15 Punkteabzuges erfolgte.

Mit einer Niederalge, aber mit insgesamt 100 erzielten Toren verabschiedete sich der SV 08 nach dem letzten Saisonspiel im Sommer 1971 für mehrere Jahrzehnte vom Fußball auf Bezirksebene.

Zu dem morgen auf den Tag genau 50 Jahre zurückliegenden Ereignis
habe ich einige Spieler und Funktionäre befragt:

Mit der vorzeitigen A-Klassen Meisterschaft am 1. Mai 1971 in Waldshut ist euch in der Vereinsgeschichte ein ganz bedeutender Schritt gelungen. Der Aufstieg in die damalige 2. Amateurliga war ein toller Erfolg, dem schon sehr bald ein weiterer, großartiger Schritt in Deutschlands höchste Amateurklasse folgen sollte. Beschreibe doch bitte mal in einigen Sätzen, welche Erinnerungen du mit dieser Saison 1970/1971 und insbesondere mit dem entscheidenden Spiel verbindest. Gibt es hierzu etwas, was ganz besonders in deinem Gedächtnis haften geblieben ist? Dann würde mich natürlich noch interessieren, ob du das Vereinsgeschehen auch heute noch verfolgst.

Kurt Grieshaber (76, Ehrenpräsident, davor langjähriger Vorstand und Präsident)

Ich erinnere mich noch sehr gut an diese erfolgreiche Saison und besonders an das entscheidende Spiel in Waldshut. Halb Laufenburg war an diesem Tag Richtung Waldshut unterwegs. Wir hatten eine spielstarke Mannschaft mit einer sehr guten Mischung aus Dynamik und Technik und wie sich dann auch herausstellen sollte großem Zukunftspotential, sowie mit Martin Reisle einen erfahrenen Trainer. Es stimmte einfach alles.

Ein weiterer Aufstieg sollte folgen und als leidenschaftlicher SV 08 Anhänger war ich auch beim nächsten Aufstiegsspiel in der Saison 1972/1973, in St. Georgen dabei. Es folgten erfolgreiche sportliche Jahre und der SV 08 Laufenburg hat sich über Jahrzehnte in der Verbands- und Landesliga etabliert.

Zu deiner 2. Frage: Wie du weißt, bin dem SV 08 bis heute treu geblieben und nach 23 Jahren als Vorstand und Präsident, bin ich heute Ehrenpräsident und seit Jahrzehnten als Sponsor dem Verein eng verbunden. Man könnte auch sagen – Einmal SV 08, immer SV 08 und das seit 63 Jahren.

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Wolfgang Wittmann (79, Ehrenmitglied und damals 1. Vorstand)
Natürlich kann ich mich sehr gut an das Aufstiegsjahr zur 2. Amateurliga erinnern. Die Saison verlief für mich ganz entspannt. Wir hatten den Vorsprung zum Zweitplatzierten stetig ausgebaut, sodass die Meisterschaft nicht in Frage stand. Am Vatertag, bei gutem Wetter, spielten wir in Waldshut. Der Spielverlauf ist mir nicht mehr so in Erinnerung, aber wir haben hoch gewonnen. Das Spiel wurde vom Schiedsrichter Grether, seinerzeit einer der Spitzenschiedsrichter der Region, gepfiffen.

Da Mai-Feiertag war gab der Musikverein Niederhof (mit meinem damaligen Werkstattmeister Paul Müller) in der Halbzeit ein Platzkonzert.

Schiri und Mannschaften waren längst wieder auf dem Feld, die Musiker aber noch nicht mit Ihrem Stück fertig. Schiri Grether hat abgewartet, bis die Musiker im Parademarsch das Feld verlassen haben.

Es gab (ich glaube am nächsten Tag) eine spontane Feier. Spieler, Trainer und meine Wenigkeit zogen mit einem Bollerwagen, er war auch mit Getränken beladen, durch Laufenburg und Stadenhausen. Die Getränke wurden eher mehr denn weniger, da viele Laufenburger den Bollerwagen wieder nachfüllten.

Ein Ereignis dieses Spieljahres ist mir besonders in Erinnerung. Ein Vorstandsmitglied hatte während der Runde versprochen: Wenn die nächsten 5 Spiele gewonnen werden, richte ich ein Fest aus. Das wurde dann auf dem Rückweg vom gewonnenen Spiel in Märkt im Gasthaus Kraftwerk (später Blauer Bock) gefeiert. Während des Festes ist durch unsere Vereinsfriseurinnen (Spielerfrauen) der Bart des 1. Vorsitzenden gefallen.

Die Märkter hatten uns vor dem Spiel zum Aufwärmen nur einen Ball überlassen. Dafür hat ihn Bernd Scheible nach dem Spiel dann aber auch mitgenommen.

Natürlich gehe ich fast regelmäßig, zuhause und auswärts, zu den Spielen der 1. und 2. Mannschaft. Die jetzige Situation geht mir sehr nahe. Ich vermisse die Spiele und die Gemeinschaft der Mitglieder und Fans. Ich hoffe und glaube, dass zur neuen Runde wieder Amateur-Fußball stattfinden kann.

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Gerhard Rudigier (74, damals Verteidiger)

Zuerst einmal stimmt es mich traurig, wenn ich das Mannschaftsfoto von 1970/1971 anschaue und feststellen muss, dass bereits vier dieser Spieler früh verstorben sind.

Ich will noch ein bisschen weiter zurückschauen. Bemerkenswert finde ich, dass wir damals mit überwiegend heimischen Spielern von der damaligen B-Klasse bis zur 1. Amateurliga aufgestiegen sind. Das ging nur mit einem guten Zusammenhalt und einem sehr guten Trainer Martin Reisle, der uns immer wieder motivierte, wenn es mal nicht so lief wie damals in der 1. Halbzeit in Waldshut als wir anfangs wahrscheinlich viel zu nervös agierten. In der 2. Hälfte lief dann alles wie am Schnürchen.

Wer all` die Tore geschossen hat, kann Ich Dir heute nicht mehr genau sagen. Ich denke aber Charly Eckmann, Roland Hebenstreit, Martin Schadenberger und Günter Rudigier waren unter den Torschützen.

Natürlich bin ich nach wie vor interessiert und fühle mich immer noch sehr verbunden mit dem SV 08, der in jeder Hinsicht ein Klasse Verein darstellt.

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Paul Georg Djuga (73, damals Mittelfeld) seit vielen Jahren in Horb wohnhaft

Amateurliga war etwas, was noch kurze Zeit vorher in der B-Klasse weit außerhalb unseres Vorstellungsvermögens lag.

Allerdings realisierten wir im Laufe der Saison 70/71, dass das durchaus möglich war und im letzten Drittel der Saison waren wir uns sicher:
Das packen wir, wir sind einfach gut! Ich bin, obwohl ich seit langer Zeit in Horb lebe, bis heute Mitglied des SV 08 geblieben dessen Vereinsgeschehen ich nach wie vor verfolge.

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Siegfried Schwab (79, Ehrenmitglied und damals Libero)

Du hast es in deiner Fragestellung ja schon vorweg genommen. Es war ein für den Verein bedeutendes, richtungsweisendes Spiel, denn danach ging es stetig bergauf.

Aber ehrlich gesagt habe ich nach so langer Zeit gar keine so große Erinnerung mehr an das Spiel. Vielleicht liegt es daran, dass ich als Spieler das Glück hatte, vier Meisterschaften miterleben zu dürfen. Aber zum zweiten Teil deiner Frage: Das Vereinsgeschehen verfolge ich natürlich und besonders deine tollen Berichte im Internet, die vor allem in der Corona-Zeit den Alltag bereichern. Beim Lesen kommen dann die schönen Erinnerungen zurück. Dafür vielen Dank.

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Martin Schadenberger (76, damals Mittelfeld) seit vielen Jahren in Metzingen wohnhaft

Ich habe sehr schöne Erinnerungen an den SV 08. Leider viel zu kurz – nur knapp zwei Jahre.  Alles hat gepasst. Tolle Kameradschaft, gute Vereinsstruktur und Führung, der richtige Trainer für die verschiedensten Spielertypen und die Edelfans, nicht zu vergessen. Alle haben ihren Teil dazu beigetragen. Einmalig! Dass ich aktiv mit dabei war, im 4. Anlauf mit der A-Klassen-Meisterschaft 1971 die Vereinsgeschichte positiv zu beeinflussen, freut mich besonders.

An das Spiel am 1.Mai 1971 in Waldshut habe ich allerbeste Erinnerungen. Tolle Stimmung, viele Tore, viele Zuschauer, ein Festtag für alle Fußballer, der Geschichte schrieb. Ich verfolge auch heute noch mit großem Interesse das Vereinsgeschehen und Werner Oeschger hält mich auf dem Laufenden.

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Werner Oeschger, (71, damals Verteidiger)

Nach 18 Monaten Grundwehrdienst bin ich Ende März von der Bundeswehr rechtzeitig zurück gekommen um einen Monat später die Meisterschaft zu erringen. Ich hatte bei der Bundeswehr genug Zeit zu trainieren insbesondere mit Bernd Stöber der damals schon beim Bahlinger SC in der 1. Amateurliga Südbaden spielte. Trotz des großen Punktevorsprungs wollten wir in Waldshut den Sack zumachen. Natürlich waren wir angespannt. Es hat alles gepasst. Vereinsführung, Trainer und eine gesunde Mischung von Spieler mit einer super Kameradschaft.

Natürlich verfolge ich nach wie vor das Vereinsgeschehen des SV 08. Für die vielen erfolgreichen Jahre als Spieler wollte ich dem Verein auch etwas zurückgeben. Deshalb unterstütze ich den Verein bei den Heimspielen der 1. Mannschaft abwechselnd mit Jürgen Rudigier auch immer mal wieder als Stadionsprecher.

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Roland Wasmer, (69, damals Verteidiger)

Ich erinnere mich sehr gut an diesen 1. Mai.

Ich war der jüngste Spieler und an dem Tag etwas enttäuscht, denn Trainer Martin Reisle ließ mich nicht von Beginn an spielen. Er gab dem erfahrenen Matthias Bierer den Vorzug. Im Nachhinein musste ich natürlich einsehen, dass Martin Reisle seine guten Gründe hatte so zu entscheiden. Dennoch war es ein toller Erfolg für mich wie auch für den Verein und in der Folge war es ja so, dass ich in 75 % der Spiele im Aufgebot stand.

Auf dem Fußballplatz bin ich zwar nicht mehr so oft aber selbstverständlich immer noch sehr SV 08-interessiert.

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Mathias Bierer (damals Abwehrspieler)

Die Spiele gegen Waldshut und Säckingen waren ja immer ganz besondere Momente. In diesem Spiel gegen Waldshut konnten wir den Aufstieg vorzeitig klarmachen und alle waren davon überzeugt, dass wir das schaffen. Die Spannung war groß aber wir hatten ja den jungen Roland Hebenstreit – der immer für ein Tor gut war- und Franz Eckmann mit seinem Freistoß -”Hammer”.

Die Aufgabe an mich war den Gegenspieler Rudi Haas  der viele Jahre beim FFC -Freiburg in der Oberliga spielte) aus dem Verkehr zu nehmen. Das Spiel wurde wie erwartet gewonnen und die anschließende Feier war respektabel .

Ein außergewöhnlicher Moment erwartete uns aber 2 Jahre später in Freiburg St. Georgen, als wir plötzlich vor der Aufgabe standen den fußballerischen Höhepunkt in unserer Karriere und für den SV08 zu schaffen. Im letzten Rückrundenspiel mussten wir in Freiburg  St. Georgen gewinnen, um das Einmalige zu schaffen. Wolfgang und Rudi standen mit dem Auto-Telefon (damals gab es keine Handys) an der Seitenlinie und hatten immer Verbindung zu dem Spiel unserer Konkurrenz, welches parallel zu unserem lief.

Eine Niederlage von uns und der Traum wäre vorbei gewesen. Alles war sehr hektisch und voller Spannung aber wir hatten alles unter Kontrolle.

Das Spiel endete 1:0 für uns, aber ich dachte oft, wann pfeift der Schiri endlich ab. Bald war ich der Meinung wir spielen schon 2 Stunden, da ich immer auf die gegenüber liegenden Kirchturmuhr jede Minute gezählt hatte. Wir hatten etwas großes für den Verein geschaffen, das unvergesslich bleiben wird. Wir spielten fortan in der höchsten Amateurklasse. Wir hatten ein perfekt harmonierende mit unterschiedlichen Charakteren geprägte Mannschaft und das passende Umfeld.

Es bleibt eine tolle Erinnerung!

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Johann Scheible, 1. Vorstand 

Ich erinnere mich recht gut an diesen 1. Mai. Ich war damals 13 Jahre alt. Wir sind in einer Gruppe mit Fahrrädern, die man heute vermutlich aus dem Straßenverkehr ziehen würde, in Richtung Küssaburg gefahren. Am Fuß der Burg endete aber unsere Tour und wir hatten nur noch das Spiel in Waldshut im Kopf. Also verzichteten wir auf den Anstieg und drehten um nach Waldshut.  

Das Spiel verfolgten wir dann mit einer großen, mit Transparenten und Fahnen ausgestatteten Laufenburger Fangruppe, die die Nordseite des Stadions „gepachtet“ hatte.

Mit unseren Fahnen stürmten wir nach dem Schlusspfiff den Platz und freuten uns mit den Spielern. Dann ging es mit den Fahrrädern wieder, begleitet von immer wieder hupend überholenden Autos der Laufenburger Fans, zurück in Richtung Heimat.

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Martin Reisle (87, damaliger Trainer)

(hier ein Bild aus dem Jahre 2007) war noch über viele Jahre immer mal wieder zu Gast im Waldstadion und auch anlässlich des 100 jährigen Jubiläums war er als Ehrengast mit seiner Ehefrau in der Stadthalle zugegen.

Der Kontakt zu dem Erfolgstrainer ist bis heute nie völlig abgerissen. Erst neulich hatte Werner Oeschger telefonischen Kontakt. Da er derzeit gesundheitlich etwas angeschlagen ist, haben wir von einer weiteren Befragung seiner Person allerdings Abstand genommen.

Wir wünsche ihm auf diesem Wege alles erdenklich Gute!

 

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