Lukas Eichmann vom Fußballtalent zum Physiotherapeuten


Das Kurzinterview

Lukas Eichmann, lange Zeit Jugendspieler beim SV 08 (u.a. 2011 B-Junioren Oberliga Baden Württemberg) begann mit der 1. Mannschaft des SV 08 im Jahr 2013 viel versprechend die Vorbereitung zur neuen Runde. Aus gesundheitlichen Gründen musste er seine Aktivlaufbahn aber beenden bevor sich richtig begann.

Foto: Lukas Eichmann vor dem ersten B-Junioren Oberliga Heimspiel gegen den SSV Ulm

JR: Hallo Lukas! Wie geht?s

Wie ich eingangs erwähnte, musstest du nach deiner Zeit bei der Jugend des SV 08 deine Aktivlaufbahn schon bald beenden. Was war denn genau der Grund warum es keinen Sinn mehr gemacht hat?

LE: Hallo Jürgen, in der Oberliga-Saison 2013 habe ich mir in einem Spiel das Schlüsselbein kompliziert gebrochen, was mich zur längeren Sportpause zwang. Durch die lange Pause nahmen meine Asthmabeschwerden immer mehr zu, zusätzlich verstärkte sich meine Pollen- und Gräserallergie welche sich schlussendlich in ein allergisches Asthma wandelte. Zudem spielen meine Knochen einfach nicht mit.

JR: Neulich konnte man dich im Waldstadion antreffen. Du warst als Physio auf der Bank des SV 08 im Einsatz. Wie war deine berufliche Entwicklung nach Abbruch deiner Fußballer-Laufbahn?

LE: Nach dem Wirtschaftsgymnasium begann ich eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Parallel zur Ausbildung studierte ich in Lörrach Physiotherapie. Ab Oktober arbeite ich bei med&motion in Aarau.

JR: Wird man dich als Sport-Physio nun öfter im Kreis des SV 08 sehen oder war das nur aushilfsweise.

LE: Das war aushilfsweise, solange noch kein Ersatz für Tobias da ist. Durch die neue Arbeitsstelle werde ich allen Voraussichten nach das Team Aargau betreuen und daher leider keine Zeit mehr haben.

JR: Welche Sportarten betreut dein Arbeitgeber hauptsächlich?

LE: Durch verschiedene Kooperationsverträge betreut med&motion vor allem Volleyballer, Fußballer, Turner und Eishockeyspieler.

JR: Betreut ihr auch Fußball-Proficlubs?  

LE: Der Standort Aarau betreut die Profis des FC Aarau, sowie deren Jugend das Team Aargau.

JR: Bei deiner Ausbildung konntest du dem Verein sicher ein paar gute Tipps geben. Z.B. wie beugt man typischen Fußballerverletzungen am besten vor?

LE: Neben den üblichen Dingen wie gutes Aufwärmen konnte ich den Spielern das Ausdehnen nach dem Sport näherbringen.

JR Welche Fehler die zu diesen Verletzungen führen können, werden deiner Meinung nach bei Amateurvereinen am häufigsten gemacht?

LE: Ich würde sagen, der fahrlässige Umgang mit Adduktorenbeschwerden. Einige wollen die Beschwerden auslaufen oder „wegtapen“. Um ernstere Verletzungen zu vermeiden, müsste man ein gezieltes Training zur Beseitigung der Muskeldysbalancen durchführen.

JR:  Wie sehr fehlt dir der Fußball. Ich meine als aktiver Spieler ?

LE: Sehr! Es kitzelt immer wieder aufs Neue… Zur Rückrunde 2017 habe ich es nicht mehr ausgehalten und wollte mein Glück nochmals herausfordern. Das Resultat war eine sogenannte Flake-Fraktur im Kniegelenk….

JR: Vielleicht noch Wort zur 1. Mannschaft des SV 08?

LE: Aufstieg!

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