Wer wochenlang mit guten Leistungen überzeugt darf auch mal das Glück bemühen

Samstag, 09. November 2019, 17:00 Uhr
FSV Rheinfelden – SV 08 Laufenburg  0:2 (0:0)

Bujar Halili per (FE) und Sandro D`Accurso mit einem erneut sensationellen Tor aus spitzem Winkel kurz vor Schluss erzielten die Tore. Das Schlusslicht verlangte dem Tabellenführer mit seiner harten Gangart alles ab.

Der SV 08 konnte an diesem Abend nicht an die überzeugenden Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen, siegte nicht unverdient aber am Ende doch recht glücklich.

Die Gastgeber hielten auch in Unterzahl, nach einer mit Rot bestrafen Notbremse kurz vor dem Seitenwechsel, stets dagegen.

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Wer Samstagabend das Rheinfelder Europastadion betreten hat, war sicher beeindruckt vom optisch bundesligareifen Spielfeld der Gastgeber. Doch schon beim Aufwärmen war klar, dass der rutschige Platz Probleme bereiten könnte.

Der FSV, dem deutlich anzumerken war, dass er sich für die 0:6 Pokalschlappe revanchieren und die Punkte im Abstiegskampf zuhause behalten wollte, hatte offenbar das adäquatere Schuhwerk gewählt. So mancher Spieler des SV 08 hatte keinen festen Stand rutschte beim Antritt immer wieder weg, so dass ein vernünftiger Spielaufbau häufig erst gar nicht zustande kam. Felix Zölle musste schon nach einer Viertelstunde wegen Verletzung ausgetauscht werden. Für ihn kam Luca Schmidt ins Spiel.

Das Derby wurde zwar mit hohem Tempo geführt, war aber auch von zahlreichen Unterbrechungen wegen Foulspiels geprägt. Viele Torszenen bekam die Zuschauer nicht zu sehen. Die größte Möglichkeit zur Führung vereitelte Diego Cambero, als Eren Salli im Strafraum plötzlich allein vor ihm stand, Cambero schließlich als Sieger des Duells hervorging. Ansonsten gestaltete sich die Partie weitestgehend ausgeglichen.

Kurz vor dem Seitenwechsel dann endlich auch eine aussichtsreiche Möglichkeit für die Nullachter, als Sandro D`Accurso den Ball auf den am Strafraum lauernden Bujar Halili durchsteckte und dieser nur noch Torhüter Quintero vor sich hatte. Arben Gashi zog Bujar Halili an der Schulter, Schiedsrichter Michael Speh zog sofort ROT. Die Gastgeber fortan in Unterzahl. Torlos ging es in die Kabinen.

Im zweiten Spielabschnitt sah es zunächst danach aus, als könne der SV 08 das Spiel nun endlich an sich ziehen. Sandro D`Accurso hatte die Schuhe gewechselt, was sich auch schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff bemerkbar machen sollte.  Mit hohem Tempo drängte er in den Strafraum, wo er nur noch durch ein Foul am Torschuss gehindert werden konnte.

Den fälligen Elfmeter verwandelte Strafstoß-Spezialist Bujar Halili sicher zur 1:0 Führung. Doch die in Unterzahl spielenden Gastgeber gaben sich nicht geschlagen und drängten auf den Ausgleich. Dieser fiel dann auch sehr zur Freude der einheimischen Zuschauer, doch die Freude währte nur kurz, denn der Linienrichter hatte die Fahne bereits frühzeitig oben und entschied auf Eckball, da die Kugel vor dem Torschuss bereits die Torauslinie überschritten hatte.

In einem weiterhin ausgeglichenen Spiel hatte dann auch der SV 08 nochmals eine Möglichkeit, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, als der eingewechselte Aleksander Ristic an der Strafraumgrenze an den Ball kam und mit einem Schuss aus der Drehung das Ziel nur knapp verfehlte.

Je länger das Spiel dauerte, umso mehr mussten die SV 08 Fans um den knappen Vorsprung bangen. Insbesondere der sehr zweikampfstake Eduard Nowak aber auch Luca Schmidt und Amin Bouhouch unterbanden jedoch immer wieder die Angriffsbemühungen des FSV.

In der Schlussphase des Spiels stellte dann Sandro D`Accurso seine Torjägerqualitäten doch noch einmal unter Beweis. Noch einmal setzte er sich in der 90. Spielminute auf der rechten Seite gegen seinen Gegenspieler durch und hämmerte die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Eck. Das Spiel war gelaufen. Die Nachspielzeit änderte nichts mehr am Ergebnis.

Es läuft beim SV 08, selbst wenn es mal nicht so läuft.

SV 08 Laufenburg:
Diego Gonzalo Cambero, Paul Mendy, Eduard Nowak, Amin Bouhouch, Felix Zölle (16. Luca Schmidt), Alija Kapidzija (66. Francesco Seidita), Bujar Halili, Christoph Mathis, Emanuel Esser (66. Aleksandar Ristic), Sandro D’Accurso, Angelo Armenio (79. Giuseppe Ferrara) – Trainer: Michael Wasmer
Schiedsrichter: Michale Speh, Meßkrich
Tore: 0:1 Bujar Halili (47.), 0:2 Sandro D’Accurso (90.)