Die Nullachter erreichten mit einem 3:2 Sieg das Finale, in dem sie in einem sehenswerten Finale dem starken FC Basel (dritthöchste Schweizer Liga) mit 1:6 unterlagen. Dritter wurde der SV Weil, der die anstelle der U19 des FC Mulhouse angetretene U17 des FC Mulhouse mit 8:0 Toren bezwang.

Verbandsliga Südbaden
Im zweiten Anlauf war nun also der Aufstieg in Südbadens Fußball-Oberhaus gelungen. Mit drei Neuzugängen hatte man sich nur punktuell verstärkt. Mit Gabriel Topka verpflichtete man einen weiteren Torhüter und mit Marco Hanser von der SG FC Wehr-Brennet sowie Marc Schäuble vom FC Wallbach wechselten zwei Offensivkräfte in den breit aufgestellten Kader der Nullachter.
Mit dem Ziel in der Vorrunde 20 Punkte auf dem Konto zu haben, startete unsere ERSTE am 16. August 2025 in das Abenteuer Verbandsliga. In den ersten vier Spielen wechselten sich Sieg und Niederlage ab. Auf den 3:1 Heimerfolg gegen den SC Pfullendorf folgte eine ärgerliche 2:1 Niederlage bei den Sportfreunden Elzach-Yach und nach dem zweiten Heimerfolg über den VfR Hausen a.d.M. mussten die Nullachter beim Topfavoriten FC Teningen erneut eine knappe 1:0 Niederlage hinnehmen.
Dann aber folgten sage und schreibe 9 Spiele ohne Niederlage. Zwischenzeitlich war der SV 08 zuhause seit mehr als einem Jahr ungeschlagen. Erst am 15. November war es dann der FC Auggen, dem es gelang die Nullachter im Waldstadion zu bezwingen. Dass auch das nächste Auswärtsspiel beim FC Rielasingen-Arlen knapp verloren ging änderte nichts daran, dass das Team von Michael Hagmann die Vorrunden-Erwartungen bei weitem übertroffen hatte. 20 Vorrunden-Punkte hatte man sich als Ziel gesetzt. 27 Zähler standen nach Ende der ersten Halbserie zu Buche.
Mit einem Auswärtspunkt im Rückspiel beim SC Pfullendorf startete der Aufsteiger noch vor der Winterpause erfolgreich in die Rückrunde. Die Nullachter lagen mit 2:0 Toren zurück, bewiesen aber einmal mehr Moral und sicherten sich am Ende noch einen verdienten Punkt. Das letzten Spiel des Jahres 2025 fand dann wieder vor eigenem Publikum statt. Zu Gast waren die Sportfreunde Elzach-Yach, die das Hinspiel kurz vor dem Abpfiff noch mit 2:1 gewonnen hatten.
Diesmal war es der SV 08 der am Ende die Oberhand behielt. Mit einem 3:2 Erfolg konnte man das ohnehin schon erfreuliche Punktekonto nochmals um drei weitere Punkte verbessern und sich mit 31 Zählern und einem hervorragenden 5. Tabellenplatz von seinen Fans in die Winterpause verabschieden. Für einen Aufsteiger eine sehr beachtliche Saison-Zwischenbilanz, zumal sich die Nullachter im SBFV Rothaus-Pokal darüber hinaus nach Siegen über den TuS Binzen (2:7), SV Aasen (6:3) und SV Bühlertal (0:2) erstmals in seiner Vereinsgeschichte für das Viertelfinale qualifiziert hatten.
Mit großer Zuversicht konnte das Hagmann Team im Frühjahr die noch zu absolvierenden 13 Spiele angehen. Zum sicheren Klassenerhalt fehlten noch 9 Punkte. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn das Abendteuer Verbandsliga schon nach einem Jahr wieder zu Ende gehen sollte. Eine Aufgabe galt es aber noch zu lösen. Michael Hagmann hatte bekannt gegeben, sein Traineramt zum Ende der Saison zur Verfügung stellen zu wollen und sich im Verein künftig als Vorstand Sport einzubringen.
Michael Hagmann war es dann, der seine Nachfolge selbst in die Hand nahm. Im Frühjahr gaben er und de Verein dann bekannt, dass man mit dem in Pratteln wohnhaften Umut Polat, aktuell noch für den 2. Ligisten FC Birsfelden unter Vertrag, den Trainer gefunden habe, der ab Sommer 2026 die Nachfolge von Michael Hagmann übernehmen werde.
Anfang März startete die Verbandsliga dann in die Restrunde. Die Nullachter starteten nicht gut. Vor dem Pokal-Viertelfinale standen noch vier Spiel auf dem Plan. Auf drei Niederlagen in Hausen an den Möhlin, daheim gegen den Tabellenführer FC Teningen und beim SV Bühlertal ließ die Mannschaft gegen den vom Abstieg bedrohten SV Niederschopfheim ein enttäuschendes 2:2 Unentschieden folgen.
Michael Hagmann entschloss sich das Traineramt schon vorzeitig abzugeben. Mit der Doppelbelastung Trainer/Interim Sportchef sei er an seine Grenzen gestoßen. Er habe nicht mehr die Energie, der Mannschaft die nötigen Impulse zu geben.
In Klaus Gallmann konnte dann ein Trainer gefunden werden, der für die Restrunde für die nötigen Impulse sorgen sollte. Und die Rechnung schien dann auch aufzugehen. Zunächst aber war noch das Pokal Viertelfinale auszutragen.
Mit dem Oberligisten FC 08 Villingen hatte die Losfee dem SV 08 zwar einen attraktive Gegner zugelost, allerdings muss das Team von Michael Hagmann nicht wie erhofft zuhause sondern auswärts im Villinger Friedengrund antreten.

Am 25. März war es soweit. Bei winterlichen Temperaturen und Schneefall wurde um 19:00 Uhr das lang ersehnte Viertelfinale in der Villinger MS-Technologie Arena angepfiffen. Anstelle der erwarteten rund 800 Zuschauer hatten angesichts des Wintereinbruchs nur 320 Zuschauer Lust das Spiel zu verfolgen. Nach 6 Spielminuten führt der haushohe Favorit bereits mit 2:0 Toren und alles sah nach einem Debakel aus. Doch mit dem Anschlusstreffer von Sandro D`Accurso kam nochmals Hoffnung auf. Noch vor der Pause stellte der Oberligist den alten Abstand aber wieder her.
Und als die Villinger nach dem Seitenwechsel auf 4:1 erhöhten war das Spiel gelaufen. Sandro Knab verwandelte dann nach einer ordentlichen 2. Halbzeit noch einen Foulelfmeter und so verabschiedete sich der SV 08 erhobenen Hauptes aus Villingen und aus dem Pokal-Wettbewerb.
Klaus Gallmann und Team sorgten dann nur drei Tage später für einen überraschenden 3:1 Auswärtserfolg beim Tabellenzweiten SC Lahr und das nachfolgende Heimspiel gegen den FC Wolfenweiler-Schallstadt endete mit einem deutlichen 5:0 Sieg des SV 08.
Danach folgten dann allerdings wieder drei Niederlagen in Folge beim FC RW Salem, daheim gegen Linx und auswärts beim SV 08 Kuppenheim, allesamt Teams aus der Abstiegszone. Aufgrund des großen Vorsprungs und einer überragenden Vorrunde konnte der gute 6. Tabellenplatz aber trotz der Niederlagenserie gehalten werden. Vor der Begegnung bei der bereits sicher abgestiegenen Oberliga-Reserve des FC 08 Villingen war die Konkurrenz den Nullachtern aber bereits sehr nahe auf den Leib gerückt. Vier Spiele vor Schluss war ein Abstieg auch rechnerisch nicht mehr möglich. Das neue Ziel lautet nun Platz 6 zu verteidigen.
