„Kein Spiel für schwache Nerven,“ so Chef-Coach Michael Hagmann nach dem knappen 0:1 Erfolg in Herbolzheim. Immerhin ein Auswärtssieg, den man angesichts der prekären Personalsituation nicht unbedingt erwarten konnte. Mit Fatih Er, Felix Zölle, Yannis De Cassan, Bujar Halili, Angelo Armenio und Jonas Gläsemann standen vergangenen Samstag sechs Spieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Darüber hinaus musste das Trainerteam wegen eines privaten Termins auch noch auf ihren letzten noch verbliebenen Stürmer, Sandro D`Accurso, verzichten.

Michael Hagmann, nach dem letzten Heimspiel wegen eines Vierfach-Spielerwechsels noch kritisiert, bewies am Samstag nicht zum ersten Mal in dieser Saison ein glückliches Händchen. Mangels Offensiv-Alternativen beorderte er kurzerhand Abwehrspieler Tim Oeschger in die erste Sturmreihe. Eine Variante, die den Nullachter vermutlich den Auswärtssieg einbrachte, denn Tim Oeschger war es, der das einzige Tor des Tages erzielt hatte. Sein taktisches Spielverständnis hatte der Chef-Coach aber auch schon im 6:1 Auswärtserfolg beim FV Lörrach-Brombach unter Beweis gestellt, als er seine Nullachter sehr clever eingestellt hatte, was ihm die Mannschaft mit beeindruckendem Konterfußball gedankt hatte.
Das Team hat sich nach Ende der Winterpause mit 8 Siegen in Serie von Platz 9 auf Platz 2 zurück gekämpft und steht nun, vier Spiele vor Saisonschluss, kurz davor, sich erneut den kaum noch für möglich gehaltenen Relegationsplatz zu sichern. Doch ausgerechnet jetzt in dieser wichtigen Schlussphase erreicht die Nullachter eine Verletzungswelle, von der sie vor zwei drei Wochen noch verschont geblieben waren. Sieben zum Stamm zählende Spieler waren zuletzt nicht einsatzfähig. Wenigstens Sandro D`Accurso wird am Samstag aller Voraussicht nach wieder auf dem Platz stehen. Felix Zölle und Bujar Halili werden aber wohl noch länger fehlen. Yannis De Cassan scheint wieder genesen und Jonas Gläsemann wird möglicherweise nächste Woche wieder ins Training einsteigen können.
Wie das Spiel in Herbolzheim werden wohl auch die kommenden Begegnungen „nichts für schwache Nerven“ werden. Am Samstag gastiert mit dem TuS Binzen der aktuell stärkste Aufsteiger im Waldstadion. Auswärts muss der SV 08 noch beim wieder erstarkten SV Weil und nach dem letzten Heimspiel gegen den VfR Bad Bellingen beim designierten Meister FC Wolfenweiler-Schallstadt antreten.
Coach Michael Hagmann beklagt weniger die verletzungsbedingten Ausfälle, lobt dafür umso mehr seinen breit aufgestellten Kader und da insbesondere die jungen Spieler. „Die Jungs, die rein rotieren machen es unfassbar gut. Das ist Wahnsinn“, so Michael Hagmann nach dem Spiel in Lörrach. Dem ist, abgesehen von besten Genesungswünschen ans Verletztenlager, eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
