97 Spielminuten reichten dem FSV Rheinfelden nicht, das Spiel gegen die arg dezimierten Nullachter zu gewinnen. Es war wahrlich keine Offenbarung, was die beiden Teams ihren Zuschauern geboten hatten.
Den Nullachtern konnte man aber zumindest nicht absprechen, dass sie kämpferisch alles getan haben, wenigstens einen Punkt im Waldstadion zu behalten. Viel mehr war am heutigen Nachmittag angesichts des Fehlens der nahezu gesamten Offensive kaum zu erwarten.

Emanuel Esser und Bujar Halili haben ihrer Mannschaft letzten Sonntag mit ihren unnötigen Gelb-Roten Karten einen Bärendienst erwiesen. Sie fehlten heute ebenso wie die verletzten Offensivkräfte Sandro D`Accurso, Benedikt Illmann und Jonas Gläsemann. Das sind Ausfälle, die der derzeitige Kader einfach nicht kompensieren kann.
Immerhin Sandro Knab konnte heute wieder von Beginn an dabei sein. Und der zeigte seine große Klasse und zählte zusammen mit dem sehr fleißigen Luca Schmidt zu den Besten die heute auf dem Platz standen. Und Angelo Armenio spielte heute, ein Jahr nach seiner Verletzung, ebenfalls mal wieder von Beginn an.

Gefahr vor dem Tor der Gäste kam eher selten auf
Das Spiel selbst ist im Grunde mit zwei drei Sätzen erzählt. Der FSV hatte klare Feldvorteile, erspielte sich aber nur zwei gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Als ein von erstmals im Tor des SV 08 stehenden Jan Wiedmann abgewehrter Schuss von Almin Mislimovic nochmals aus spitzem Winkel aufs lange Eck des am Pfosten gezogen wurde und von dort zurück in die Arme von Wiedmann prallte, stand das Glück zweifellos auf Seiten der Gastgeber. Größeren Profit konnten die Gäste aber aus ihrer Überlegenheit nicht schlagen.
Dem FSV fehlten die Ideen, die geschwächten Nullachter zu knacken, auch nachdem Sandro Knab eine viertel Stunde vor Schluss den Platz verletzungsbedingt verlassen musste und der von den Nullachtern erhoffte „Punktgewinn“ nochmals in Gefahr zu geraten drohte. Die Abwehr der Nullachter hielt Stand und ließ nicht mehr sehr viel zu.
Torlos endete das wenig unterhaltsame Derby. Ein Ergebnis, das die Gastgeber vermutlich eher zufriedenstellen dürfte als die Gäste.

Luca Schmidt zählte neben Sandro Knab zu den auffälligsten Akteuren der Nullachter, wenn nicht gar zu den auffälligsten auf dem Platz.
