Nullachter empfangen am Samstag zur Verbandsliga-Premiere im Waldstadion den Traditionsclub Sportclub Pfullendorf

Der SV 08 Laufenburg trifft am Samstag in seiner nach 20 Jahren ersten Verbandsligabegegnung auf den SC Pfullendorf. Die Gäste waren letztmals vor 31 Jahren in Waldstadion. Die Nullachter hatten das Spiel gegen den späteren Meister und Oberliga-Aufsteiger mit 0:3 verloren, beendeten die Saison aber auf einem respektablen 7. Tabellenplatz.

Das letzte Verbandsliga-Heimspiel im Waldstadion fand am 21. Mai 2005 statt. Im Derby hatte sich der FC Wehr mit 0:3 gegen die Platzherren durchgesetzt. Beide Mannschaften mussten absteigen, der SV Linx holte sich den Meistertitel und stieg in die Oberliga Baden Württemberg auf.

Der SC Pfullendorf schaffte erstmals 1980 den Sprung in Baden-Württembergs höchste Amateurliga. In den folgenden 15 Jahren gelang es der Mannschaft insgesamt viermal, unmittelbar nach einem Abstieg als südbadischer Verbandsligameister in die Oberliga zurückzukehren. 1998 folgte dann der Aufstieg in die Regionalliga Süd, und zwei Jahre später nahm Pfullendorf als Zweitplatzierter hinter dem Direktaufsteiger SSV Reutlingen 05 sogar an der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga teil, in der jedoch hinter LR Ahlen und Union Berlin nur der dritte Platz erreicht wurde.

Insgesamt über 15 Spielzeiten hinweg war der Club in der Regionalliga Süd bzw. Südwest vertreten, 20 Spielzeiten gehörte der SC Pfullendorf der Oberliga Baden Württemberg an. 2016 folgte der Abstieg in die Verbandsliga, danach musste der Traditionsclub für ein Jahr mit der Landesliga vorlieb nehmen, aus der man aber gleich wieder in die Verbandsliga zurückkehrte. Seit 2018 ist unserer Gästeteam ununterbrochen im Südbadischen Amateur-Oberhaus vertreten. Fünfmal holte sich der Sportclub Pfullendorf den Südbadischen Pokal und qualifizierte sich damit zur Teilnehme am DFB Pokal. Gegner waren u.a. Hertha BSC Berlin, Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld, die man im Jahr 2006 mit einem 2:1 Erfolg aus dem Wettbewerb warf.

Aktuell sind die Gäste nur schwer auszurechnen. Nachdem der Sportclub im Corona-Jahr nach 10 Spieltagen noch auf Platz 1 lag beendete man die nachfolgenden Spielzeiten stets auf Plätzen zwischen 7 und 10.  Mit dem verbandsligaerfahrenen Tobi Koller, der von Rielasingen-Arlen nach Pfullendorf wechselte, konnte sich der SC im Mittelfeld sicher nochmals spürbar verstärken. Die Mannschaft wird weiterhin von Ex Profi Helgi Kolvidsson, der rund 80 Einätze in der Österreichischen Bundesliga und 90 Zweitligaspiele für FSV Mainz vorzuweisen hat und der darüber hinaus als Trainer des damaligen Pfullendorfer Regionalliga-Teams wie auch als Profitrainer in Österreich viel Erfahrung sammeln konnte.

„Optimistisch“, so steht es auf der Vereinshomepage des SC zu lesen,  „blickt der Sportclub Pfullendorf in die kommende Saison. Leistungsträger wie Kapitän Heiko Behr, Amadou Marena, Jan Konrad und Patrik Renner bleiben uns für die nächsten Jahre treu. Aber auch viele junge Spieler, wie Jan Babic, Tim Konrad, Alexandru Török, Janik Moser, Raphael Siegel und Leandro Stehle werden die nächste Saison für uns auflaufen. Unter dem Motto: „Zukunft gestalten, Persönlichkeiten entwickeln“ geht der Sportclub Pfullendorf neue Wege als Ausbildungsverein mit dem Fokus auf die individuelle Spielerentwicklung.“ Etwas Sorgen bereitet den Gästen der verletzungsbedingte Ausfall ihres Torjägers Marco Straub, der sich im Training einen Mittelfußbruch zugezogen hat.

Szene Volker Vogelbacher im VL-Spiels von 2003 – SV 08 Laufenburg – FC Wehr (0:2) vor 1.000 Zuschauern
(Foto: Matthias Scheibengruber, SÜDKURIER)

Die Nullachter werden die Begegnung als Aufsteiger sich mit großem Respekt aber auch mit ebenso großem Selbstvertrauen angehen. Die Landesliga-Rückrunde, das Pokalspiel in Binzen, wie auch die Testspiele in den vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Mannschaft sich enorm weiterentwickelt hat und sie daher das Abenteuer Verbandsliga bestens vorbereitet und mit großer Zuversicht angehen kann.

Der SV 08 wünscht sich für Samstag ein gut gefülltes Waldstadion und einen gelungenen Rundenstart.

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