SV 08 Legende Wolfgang Wittmann feiert seinen 85. Geburtstag

Wolfgang Wittmann ist seit dem Jahr 1968 Mitglied des SV 08 Laufenburg.

Von 1969 bis 1979 leitete er als Erster Vorsitzender die Geschicke des Vereins zur sportlich wohl erfolgreichsten Zeit des SV 08, denn während seiner Amtszeit führte der Weg der Nullachter kontinuierlich von der B-Klasse bis nach oben zur 1. Amateurliga, der damals höchsten Amateurklasse.

In der Generalversammlung im Juli 1984 wurde Wolfgang Wittmann zum neuen Präsidenten gewählt. Ein Amt, das er über einen Zeitraum von zwei weiteren Jahren inne hatte.

Insgesamt stand Wolfgang Wittmann dem Verein also rund 15 Jahre als Funktionär zur Verfügung. Er hat mit dem Verein sicher mehr Höhen als Tiefen erlebt und den SV 08, so wie er sich heute darstellt, entscheidend mitgeprägt.

In der Generalversammlung im Oktober 1995 wurde Wolfgang Wittmann für seine großen Verdienste um den SV 08 zum Ehrenmitglied ernannt. In dieser Versammlung erklärte er, er werde das hervorragende Verhältnis zu den Aktiven und Vorstandsmitgliedern weiter wahren. Eine Zusage die Wolfgang Wittmann bis zum heutigen Tage stets eingehalten hat.

Egal ob daheim oder auswärts. Es vergeht kaum ein Spiel der ERSTEN aber auch ZWEITEN Mannschaft, das er entweder auf den Zuschauerstufen des Kunstrasens, viel lieber aber noch auf der Terrasse des Sportheims mitverfolgt.

Im Dezember des vergangenen Jahres stellte er sich nach seinem Klinikaufenthalt den Fragen der Homepage-Redeaktion

JR: seit 57 Jahren bis du Mitglied unseres Vereins, warst 10 Jahre lang 1. Vorsitzender und 2 Jahre Vereinspräsident. Zuletzt machten wir uns etwas Sorgen um deine Gesundheit, bis du am 6. Dezember kurz nach deiner Entlassung aus der Klinik in Bad Krozingen überraschend zum letzten Heimspiel unserer ERSTEN im Waldstadion erschienen warst. Kaum aus der Klinik entlassen schon wieder am Platz. Es muss dir schon verdammt viel am SV 08 liegen. Was ist es, was dich nach all den Jahrzehnten immer noch an den Nullachtern fasziniert?
WW: Ja ich habe mich schon während meines Klinikaufenthalts auf das nächste Spiel gefreut, an das Zusammensein mit anderen Fans, vor allem aber finde ich die Spiele toll, den Kampfgeist und die Spielkultur.

Der Verein war mir auch nach meinem Ausscheiden aus der Vorstandschaft immer wichtig. Während einer AH-Reise habe ich Kurt Grieshaber gebeten wieder beim SV 08 einzusteigen. Er übernahm dann das Amt des 2. Vorsitzenden und bald darauf wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt. Seither und bis heute ist der SV 08 ohne ihn nicht vorstellbar. Kurt ist ein begnadeter Unternehmer und Vereinsführer.

JR: Du warst 1. Vorsitzender als unsere ERSTE in der 1. Amateurliga im Waldstadion vor durchschnittlich 800 Zuschauern spielte. Gibt es eine Begegnung/Ereignis oder ein Spiel, an das du dich besonders gern zurück erinnerst?
WW: Die größte Freude war zweifelsfrei 1971 der Aufstieg in die 2. Amateurliga. Wir waren dann „Wer“ am Hochrhein. In der damaligen 1. Amateurliga haben wir tolle Spiele erlebt. Eines der besten war ein Sieg gegen FC 08 Villingen – Der Präsident von Villingen hat vor dem Spiel gemeint, wir sollen bloß nicht „Eppingen“ mit ihnen spielen. Der VfB Eppingen hatte kurz davor im DFB Pokal überraschend gegen den Hamburger SV gewonnen. So hatte er wohl das Kräfteverhältnis zwischen dem FC 08 Villingen und dem SV 08 eingeordnet.

JR: Apropos Villingen! Im März trifft das SV 08 Team nach langer Zeit mal wieder in einem Pflichtspiel auf die Nullachter vom Schwarzwald. Diesmal geht es um den Einzug ins Pokal-Halbfinale. Vielleicht gibt es ja ein zweites Eppingen!?
WW: Das hoffe ich sehr. Wir sind sicher nicht chancenlos!
(die Hoffnung sollte sich bekanntlich nicht erfüllen – Der SV 08 unterlag in Villingen nach einer respektablen Leistung mit 4:2, der FC 08 Villingen zog ins Finale eine, in dem er dem Bahlinger SC nur knapp mit 0:1 unterlag)    

JR: Gibt es etwas, was dich in den letzten fünf Jahrzehnten besonders enttäuscht hat? 
WW: Ja, der 15 Punktabzug im Jubiläumsjahr war wohl die größte Enttäuschung während meiner langen Mitgliedschaft. Der Punkteabzug war angesichts eines lapidaren Formfehlers einfach nur ungerecht und alles andere als verhältnismäßig.

JR: Dein Wunsch für 2026?
WW: Ich hoffe ich kann noch recht lange ins Waldstadion kommen.

Das von Wolfgang Wittmann erwähnte Spiel gegen den hoch favorisierten FC 08 Villingen konnte im SV 08 Archiv gefunden werden. Die Begegnung im Waldstadion fand am 27. Oktober 1974 statt (Eppingen hatte den HSV übrigens einen Tag zuvor aus dem Pokal geworfen). 928 Zuschauer wollten das Spiel der beiden Nullachter sehen. Erich Hönig und Horst Küppers hatten die Begegnung mit ihren Toren nach 0:1 Rückstand noch gedreht. 

(Der Villinger Jürgen Marek wurde nach Ende der Saison
vom FC Bayern München unter Vertrag genommen.)

Wir gratulieren Wolfgang Wittmann
sehr herzlich zu seinem „Fünfundachtzigsten“
und wünschen ihm noch viele Jahre
im Kreis der Nullachter!

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