Die Nullachter, die ohne Sandro Knab und Daniel Langendorf angetreten waren, ergriffen in diesem zweiten Halbfinalspiel von Beginn an die Initiative. Gefällig lief der Ball durch die eigenen Reihen. Nico Klein zeigte sich im Mittelfeld sehr aktiv, gewann viele Zweikämpfe und leitete immer wieder gefährliche Vorstöße ein. In den ersten 10 Minuten boten sich den Platzherren gleich drei gute Möglichkeiten durch Gläsemann, Klein und Neuzugang Marc Schäuble in Führung zu gehen.

Doch wie aus heiterem Himmel war es plötzlich Justin Samradzic, der eine Lücke in der Abwehr erkannte, diese Chance eiskalt nutzte, um zum 0:1 einzunetzen.
Die Nullachter hatten weiterhin die größeren Spielanteile, zeigten sich aber vor dem Tor zu unentschlossen. Jonas Gläsemann hatte Pech mit einem Lattentreffer. Als Gläsemann sich in einer weiteren Szene den Ball erobert hatte, stand er alleine vor Torhüter Keller, doch die Kugel strich knapp am linken Pfosten vorbei.
Gästekeeper Sandro Keller hielt seine Mannschaft weiter mit guten Reflexen im Spiel und als in der 34. Spielminute in der Abwehr der Nullachter erneut die Zuordnung fehlte, ließ sich Samardzic nicht zweimal bitten und erhöhte auf 0:2. Wiederum war es Sandro Keller, der mit einer Glanzparade einen platzierten Schuss von Tim Oeschger entschärfte.
Vier Minuten nach dem 0:2 war es der unermüdlich kämpfende Nico Klein der bei einem Angriff im Strafraum die Ruhe bewahrte und mit einem platzierten Schuss den Anschlusstreffer erzielte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielte der sehr spielfreudige Emanuel Esser mit einem sehenswerten Volleyschuss ins lange Eck den längst verdientem Ausgleich.
Wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel ließ der eingewechselte Neuzugang Marco Hanser beim ersten Ballkontakt Sandro Keller mit einem Schuss aus 20 Metern keine Chance. Die Nullachter hatten das Spiel gedreht.
Der ebenfalls eingewechselte Sandro D`Accurso traf zunächst den Pfosten, ein weiterer Distanzschuss von D`Accurso verfehlte sein Ziel äußerst knapp. Marco Hanser fügte sich nahtlos in Spiel ein und ließ seine Torgefährlichkeit mehrfach aufblitzen.
Abgesehen von der Chancenauswertung zeigten sich die Nullachter in guter Verfassung und ziehen verdient ins Finale ein. Dort erwartet sie am Samstag allerdings ein Team, das die Saison in der dritthöchsten Schweizer Liga mit einem bemerkenswerten vierten Tabellenplatz abschloss. Ein Team, das den Nullachtern alles abverlangen wird.
Man darf gespannt sein, wie sich sich der frisch gebackene Verbandsligist gegen dieses Topteam schlagen wird.








