Überragende Nullachter lassen dem hoch gehandelten Favoriten keine Chance

Über 520 Zuschauer sahen ein taktisch hervorragend eingestelltes Gastgeber-Team, in dem kein Schwachpunkt auszumachen war. Der Favorit aus Hausen hatte mehr Spielanteile, konnte aber nicht eine Torchance kreieren.  Auf Seiten des SV 08 trafen Sandro Knab, Jonas Gläsemann, Sebastian Schmidt und Emanuel Esser.

Spielbericht

Natürlich hofft man immer auf einen Sieg der eigenen Mannschaft. Doch am Sonntag, gegen einen der meistgenannten Aufstiegskandidaten hätten vermutlich nur wenige SV 08 Fans auf einen Heimerfolg  getippt.

Aber ungeachtet dieser Expertisen zeigten die Platzherren vor rund 520 Zuschauern von der ersten Minute an, dass sie keineswegs gewillt waren, die Punkte den favorisierten Gästen zu überlassen. Schon nach 50 Sekunden hätte es im Tor des VfR klingeln können. Emanuel Esser hatte über die rechte Seite kommend mit einem satten Schuss in Richtung langes Eck abgezogen. Torhüter Mettenberger konnte den Ball grade noch mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken.

Die ersten 7-8 Minuten spielten sich vorwiegend in der Hälfte der mit drei Regional- und Oberliga erfahrenen Spielern bestückten Gäste ab. Dann aber verlagerten sich die Feldvorteile zugunsten des spielstarken Gegners, dessen Angriffe aber immer wieder durch ein vorbildliches Defensivverhalten der Nullachter unterbunden werden konnten.

In der 13. Spielminute war es Sautner, der mit einem gefährlichen Aufsetzer SV 08 Torhüter Fatih Er herausgefordert hatte. Der nach langer Verletzungszeit wieder in Tor stehende Fatih Er konnte den hart geschossenen Ball mit Armen und Körper zur Ecke lenken. Es sollte aber die einzige halbwegs gefährliche Szene des VfR bleiben.

10  Minuten später dann ein Konter der Nullachter, den der weit aus dem Tor gekommene Torhüter Mettenberger abzuwehren versuchte. Der einmal mehr überragend  aufspielende Sandro Knab nahm den hohen Ball rund 35 Meter vor dem Tor stehend kontrolliert herunter und  fand die Ruhe, die Kugel über Abwehrkette und Torhüter hinweg zur 1:0 Führung ins leer stehende Tor zu befördern.

Die Gäste waren bestrebt den Ausgleich zu erzielen, doch sie fanden keine Mittel die gut organisierte Abwehr zu überwinden. Fatih Er konnte sich bei seinen Vorderleuten, Moritz Hackenberger, Yannis De Cassan und dem seit Monaten kampf- und laufstarken Simon Hilpert bedanken, dass er in seinem Gehäuse einen recht geruhsamen Nachmittag verbringen durfte.

3 Minuten vor der Pause schien der gut aufgelegte, im Mittelfeld rackernde Emanuel Esser sich für seine gute Leitung selbst belohnen zu wollen, als er allein durch war und auf Torhüter Mettenberger zulief. Doch der Ball versprang, die Chance zum 2:0 war vertan. Dann bat der souverän leitende Schiedsrichter Christian Eiletz zu Pause.

In der Gästekabine soll es recht laut geworden sein. Am Spiel sollte sich aber auch im 2.Durchgang nicht viel ändern. Der Favorit war bemüht, fand aber  keine Mittel den Aufsteiger in Gefahr zu bringen.

Fortan lagen die Chancen nur noch bei den Gastgebern. Zunächst scheiterte Sandro D`Accurso mit einem langen Ball übers Toreck hinweg. Dann konnten er und Moritz Hackenberger eine weitere Möglichkeit im gegnerischen Strafraum nicht nutzen. Ein Distanzschuss von Sandro Knab verpasste ebenfalls knapp das Ziel und so brauchte es in der 70. Spielminute eine Standardsituation, um das vorentscheidende 2:0 herbeizuführen.

Als Schiedsrichter Eiletz rund 25 Meter vor dem Tor auf Freistoß entschied, legten sich Sandro Knab und Jonas Gläsemann den Ball zurecht. Viele rechneten schon damit, dass Sandro Knab, der in zwei Spielen schon zweimal direkt getroffen hatte, ausführen würde. Doch es war Jonas Gläsemann der bei seinem Hammer ins obere Eck Torhüter Mettenberger keine Chance ließ.

Nun waren noch 20 Minuten zu spielen und die Hoffnung auf den zweiten Verbandsliga-Dreier wurde von Minute zu Minute realer. Die Nullachter ließen die Gäste nicht ins Spiel kommen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung waren sie nun stets Herr der Lage.

Der pfeilschnell über die rechte Seite kommende Sebastian Schmidt zwang Mettenberger mit einem Gewaltschuss zur Glanzparade. Über Sandro D`Accurso, erreichte der abgewehrte Ball aber nochmals den rechts lauernden Sebastian Schmidt, der diesmal kein Pardon kannte und mit unbändigem Wollen zum 3:0 einnetzte.

In der Schlussminute zeigte dann Schiedsrichter Eiletz nach einem Lattenknaller von Daniel Langendorf und anschließendem Foulspiel an Emanuel Esser noch auf den Punkt. Der gefoulte selbst schickte Mettenberger in die falsche Ecke und sorgte mit einem „Kullerball“ ins andere Eck, fast schon etwas frech, für den 4:0 Endstand.

Ein verdienter, vielleicht auch um ein Tor zu hoher, Sieg gegen einen spielstarken Gegner, die den Nullachtern an diesem Tag aber nichts entgegenzusetzen hatten.

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