Yannis De Cassan, seit der C-Jugend bei den Nullachtern, benennt im Interview 7 ganz besonders frustrierende Punktverluste, rechnet aber immer noch mit Platz 2

Yannis De Cassan überzeugt seit geraumer Zeit in der Abwehrkette mit konstant guten Leistungen. In den letzten fünf Spielen stand er stets in der Startelf.

JR: Hallo Yannis, bitte stell dich doch grad am besten mal selbst kurz selbst vor. Wann und in welchem Verein hast du damit begonnen Fußball zu spielen?
Yannis: Ich bin Yannis, 21 Jahre alt. Mit dem Fußballspielen habe ich im Alter von etwa 4 bis 5 Jahren beim SV Blau Weiß Murg angefangen. In der C-Jugend bin ich dann zum SV 08 Laufenburg gewechselt und seit dem hier im Verein.

JR: Was machst du beruflich?
Yannis: Im Oktober 2024 habe ich mein duales Studium an der DHBW in Lörrach im Bereich BWL-Transport, Spedition & Logistik begonnen. Glücklicherweise konnte ich als Partnerunternehmen für die Praxisphasen das Unternehmen Grieshaber-Group gewinnen.

JR: Vergangene Samstag habt ihr den Zuschauern im Spiel gegen die Regionalliga-Reserve des Bahlinger SC ein tolles Landesliga-Duell geboten. Vielleicht euer bestes in dieser Saison?
Yannis: Ja, das Spiel war wirklich auf einem hervorragenden Landesliga-Niveau und hat großen Spaß gemacht. Unser bestes Spiel dieser Saison? Sicher eines der besten, auch wenn ich das Hinspiel gegen die U23 des Bahlinger SC und das 2:2 gegen Wolfenweiler nicht außen vor lassen möchte. In diesen Spielen waren wir mindestens auf Augenhöhe. Das zeigt, dass wir, wenn wir unser Potential voll ausschöpfen und als Team zusammenarbeiten, gegen jeden Gegner in dieser Liga konkurrenzfähig sind.


Foto: Auch das Spiel beim Bahlinger SC zählt seiner Ansicht nach mit zu den besten Spielen der Saison
Yannis De Cassan zwischen Sandro Knab und Sandro D`Accurso  

JR: Die letzten fünf Spiele warst du stets in der Startelf zu finden. Wie erklärst du dir deine Leistungssteigerung?
Yannis: Ich habe eine sehr gute Vorbereitung gespielt und mich dabei für weitere Einsätze empfohlen. Warum das so ist? Dafür gibt es sicherlich mehrere Gründe. Zum einen helfen mir viele offene Gespräche mit dem Trainerteam, mich kontinuierlich zu verbessern. Außerdem habe ich einige Extraeinheiten auf dem Platz absolviert. Der wichtigste Faktor ist jedoch definitiv die Kombination aus meinem Ehrgeiz und der enormen Freude am Fußball.

JR: In welchem, deiner bisherigen Spiele hattest du es mit dem schwierigsten Gegenspieler zu tun?
Yannis: Es fällt mir tatsächlich schwer, einen einzelnen Spieler hervorzuheben. Wahrscheinlich würde ich eher ein einzelnes Spiel hervorheben und zwar das gegen Mundingen vor zwei Wochen. In dieser Begegnung sind wir nie richtig ins Spiel gekommen. Mundingen setzte auf viele lange Bälle, was für uns in der Abwehrkette zahlreiche Sprints bedeutete. Das war ziemlich anstrengend, vor allem weil wir es nicht mehr gewohnt waren, auf einem tiefen und nassen Rasenplatz zu spielen.

JR: Mit 35 Punkten und Rang 5 seit ihr ja weiß Gott nicht schlecht platziert. Dennoch habt ihr so manchen Punkt unnötigerweise liegen lassen. Welche Punktverluste ärgern dich am meisten?
Yannis: Besonders ärgerlich sind die Punktverluste aus den Spielen, in denen wir die dominante Mannschaft waren und eigentlich die 3 Punkte hätten holen müssen. Stattdessen haben wir es häufig versäumt, das entscheidende Tor zu erzielen, während unser Gegner plötzlich zuschlug. Besonders in den Partien gegen Tiengen, Wyhl und Schallstadt kommen mir diese frustrierenden Punktverluste in den Sinn.

JR: Gibt es neben dem Trainer auch einen Spieler in eurem Team der dich bzw. euch junge Spieler besonders motiviert?
Yannis: Es gibt einige, daher möchte ich ungern nur einen herausheben. Wenn ich jedoch spontan einen nennen müsste, würde ich Felix Zölle, Luca Schmidt und Sandro Knab nennen. Felix motiviert mich immer wieder mit seiner positiven Art. Was er sowohl auf als auch neben dem Platz leistet, ist beeindruckend und zeigt mir, dass man immer noch mehr leisten kann. Luca ist unser Mittelfeldmotor, der immer ans Limit geht. Das spornt mich und sicherlich auch viele andere Spieler an, noch mehr zu geben. Sandro Knab motiviert mich durch seine fußballerischen Fähigkeiten und sein gutes Verständnis für das Spiel. Wir können alle noch viel von ihm lernen. Generell ist es sehr inspirierend und motivierend von erfahrenen Spielern wie Bujar, Sandro D’Accurso und Moritz zu lernen.

JR: Wo müsst ihr euch noch verbessern und auf welchem Tabellenplatz wird die Mannschaft die Saison am 07. Juni beenden?
Yannis: Wir müssen wieder konstanter werden und es schaffen, unser Potenzial dauerhaft abzurufen. Meiner Ansicht nach hängt das oft auch von der mentalen Einstellung ab – die richtige Haltung und Klarheit über die eigenen Aufgaben sind entscheidend. Das sollten wir uns bewusst machen. Es beginnt bei den kleinen Dingen im Training und spiegelt sich dann am Wochenende auf dem Platz wider.

Was die Frage betrifft, wo wir am Ende der Saison stehen werden, bin ich sehr zuversichtlich: Platz 2! Wie ich schon gesagt habe, können wir jeden Gegner schlagen. Natürlich haben wir es nicht mehr in eigener Hand, aber auch die Teams vor uns werden Fehler machen – da bin ich mir sicher. Wenn wir das Nachholspiel gegen Tiengen gewinnen, haben wir nur noch 5 Punkte Rückstand auf Platz 2. Wie schnell diese 5 Punkte aufgeholt werden können, haben wir letzte Saison selbst erlebt. Also, warum sollten wir in dieser Saison nicht das nötige Glück auf unserer Seite haben?

JR: Wenn du die Handspiel-Regel ändern dürftest. Was wäre dein Vorschlag?
Yannis: Wahrscheinlich würde ich die Regel gar nicht groß ändern, sondern einfach so belassen, wie sie ist. Das ganze Hin und Her führt nur zu Verwirrung und endlosen Diskussionen. Auf eine wirklich einheitliche und perfekte Auslegung wird man sich vermutlich nie einigen können.

JR: Videobeweis! Dafür oder dagegen?
Yannis: Grundsätzlich unterstütze ich den Videobeweis, aber nur, wenn er richtig angewendet wird. Für mich ist dabei am wichtigsten, dass die Regeln klar definiert sind und der Videobeweis wirklich nur bei eindeutigen Fehlentscheidungen eingreift. Ich denke, man sollte den Schiedsrichtern weiterhin den Großteil der Entscheidungen überlassen. So kann der Videobeweis viele Probleme lösen und vielleicht für mehr Fairness sorgen.

JR: Gibt es neben Fußball noch weitere Hobbys, denen du nachgehst?
Yannis: Ich genieße es, Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie zu verbringen. Zudem ist das Reisen und das Entdecken neuer Orte eine große Leidenschaft von mir. Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich gerne ins Fitnessstudio oder spiele mit Freunden Padel, eine moderne Variante des Tennis. Außerdem besuche ich gerne Spiele des SC Freiburg – natürlich nur, wenn wir selbst kein Spiel haben.

Vielen Dank Yannis und viel Glück bei der Verwirklichung aller von dir selbst gesetzten Zielen!
Yannis: Danke dir auch Jürgen hat mich sehr gefreut.

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